Warum ist die Messung der Auswuchtdrehzahl des Werkstücks an der Auswuchtmaschine so wichtig?
Die genaue Messung der Drehzahl eines Werkstücks auf einer Auswuchtmaschine ist ein entscheidender Faktor für die Zuverlässigkeit der erzielten Ergebnisse. Die Unwuchtmessung basiert auf der Beziehung zwischen der Zentrifugalkraft, die durch die Massenverteilung des Teils erzeugt wird, und der Winkelposition (Phasenwinkel) dieser Kraft. Damit diese Messung korrekt durchgeführt werden kann, muss das System die exakte Drehzahl des Teils kennen und auf dieser Basis ein Referenzsignal erstellen. Wenn die Drehzahlmessung fehlerhaft ist, werden auch die Position und die Größe der Unwucht falsch berechnet. Dies kann dazu führen, dass die vorgenommene Korrektur wirkungslos bleibt oder das Problem sogar verschlimmert.
Insbesondere in Umgebungen wie Fabriken, in denen viele Störsignale vorhanden sind, erhöht die Eigenbewegung von Antriebselementen wie Motoren und Riemen den Bedarf an einer präzisen Drehzahlreferenz. Moderne Auswuchtmaschinen arbeiten, indem sie solche externen Faktoren isolieren und die Momentandrehzahl sowie den Phasenwinkel des Teils über hochpräzise Sensoren mit höchster Genauigkeit erfassen. Auf diese Weise werden Phasenverschiebungen und Fehlmessungen, wie sie bei alten Systemen auftraten, minimiert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine korrekte Drehzahlmessung nicht nur ein technisches Detail ist, sondern eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass der Auswuchtvorgang korrekt, schnell und zuverlässig abgeschlossen wird. Wir von MBS Balance stellen durch die in unseren Maschinen eingesetzten fortschrittlichen Sensoren und Softwarelösungen sicher, dass diese kritische Messung stets mit höchster Präzision erfolgt.
Die eigentliche Funktion der Drehzahlmessung besteht darin, das rohe Schwingungssignal an die Rotordrehung zu koppeln und nur die drehzahlsynchrone Komponente (1×U/min) herauszufiltern. Dank des Referenzimpulses vom Tachometer oder Encoder wendet das System eine synchrone Filterung (Order-Tracking) an und schließt nicht synchrone Schwingungen aus, die von Wälzlagern, Riemen oder der Struktur stammen. So ist der auf dem Display angezeigte Wert ausschließlich der zur Unwucht gehörende Vektor.
Die Phasengenauigkeit ist unmittelbar die Genauigkeit des Korrekturwinkels: Eine Verschiebung von wenigen Grad im Referenzsignal führt dazu, dass das Gewicht auf den falschen Winkel gesetzt wird und die Restunwucht zunimmt. Ein hochauflösender Encoder und eine stabile Drehzahl reduzieren diesen Fehler auf ein Minimum. In den Maschinen von MBS Balance ermöglichen eine präzise Phasenreferenz und die digitale synchrone Filterung, dass bei jeder Umdrehung konsistente Beträge und Winkel abgelesen werden, wodurch in einer einzigen Korrektur ein hohes Unwuchtverminderungsverhältnis erreicht wird.