Zuverlässiger Service für Auswuchtmaschinen

Als MBS Balance bieten wir Ihnen in jeder Phase zuverlässige Unterstützung rund um unsere Maschinen.

Welche Kriterien gelten bei der Auswahl von vertikalen Wuchtmaschinen mit Wellen-, Riemen- oder Eigenantrieb?

Bei der Auswahl einer vertikalen Wuchtmaschine ist das Antriebssystem mindestens genauso wichtig wie die Maschinenkapazität, da diese Entscheidung direkt die Präzision und Effizienz des Wuchtprozesses beeinflusst. Das richtige Antriebssystem sollte entsprechend den Eigenschaften des zu wuchtenden Teils und Ihren Produktionsanforderungen gewählt werden. Beispielsweise sind riementriebene Systeme ideal für kleine und mittelgroße Teile, die hohe Präzision erfordern. Diese Systeme minimieren die Übertragung von Motorvibrationen auf das Teil und ermöglichen dadurch deutlich genauere und präzisere Messungen. Riemengetriebene Maschinen werden häufig in Branchen wie Luftfahrt, Automobil- und Verteidigungsindustrie bevorzugt, in denen Präzision oberste Priorität hat.

Wellen- und eigenangetriebene Systeme hingegen erfüllen unterschiedliche Anforderungen. Für die Auswuchtung schwerer, großer oder intrinsisch unausgeglichener Teile eignen sich wellengetriebene Maschinen besser. Diese Systeme verbinden das Teil direkt mit der Motorwelle, bieten ein höheres Drehmoment und ermöglichen das gleichmäßige Drehen schwerer Rotoren. Eigenangetriebene Systeme sind meist die beste Lösung für kleine, scheibenförmige Teile. Die Drehung des Teils durch seinen eigenen Motor oder ein integriertes Mechanismus sorgt insbesondere in der Serienproduktion für hohe Geschwindigkeit und Effizienz. MBS Balance Industrie bietet fachkundige Beratung, um die Vor- und Nachteile jedes Antriebssystems zu kennen und die für Sie am besten geeignete Maschine auszuwählen. Durch klare Definition Ihrer Anforderungen erreichen wir gemeinsam die effizienteste und präziseste Wuchtlösung.

Ein bei der Antriebswahl nicht zu vernachlässigender technischer Punkt ist die vom Antriebselement selbst eingebrachte Restunwucht und der Zentrierfehler. Bei wellenangetriebenen Systemen wirken sich der axiale Rundlauffehler (Runout) und die Konzentrizität des Anschlussadapters direkt auf die Messung aus; deshalb muss die Restunwucht der Vorrichtung periodisch kalibriert oder mit dem Indexierverfahren (Drehen des Bauteils um 180 Grad) herausgerechnet werden. Beim Riemenantrieb wiederum muss die Riemenkontaktfläche des Rotors glatt und zylindrisch sein; andernfalls erzeugt der riemenbedingte ungleichmäßige Antrieb ein Phasenrauschen.

Bei eigenangetriebenen Anordnungen dreht sich das Bauteil mit seinem eigenen Motor, sodass der durch den externen Antrieb verursachte Fehler entfällt; dies bietet einen Vorteil bei sehr präzisen Klassen nach ISO 21940-11 wie G1 und darunter. Bei MBS Balance bieten unsere vertikalen Maschinen Softwareroutinen, die die Restunwucht der Vorrichtung kompensieren, sodass bei scheibenförmigen Bauteilen wiederholbare und spurenfreie Ergebnisse erzielt werden.