Wie funktionieren industrielle Wuchtmaschinen?
Das Funktionsprinzip einer Wuchtmaschine basiert auf der Erfassung und Analyse von Fliehkräften, die durch eine ungleichmäßige Massenverteilung in einem rotierenden Bauteil entstehen. Wenn ein Werkstück um seine Achse gedreht wird, erzeugt jede Unwucht eine Zentrifugalkraft, die Schwingungen in den Lagern verursacht. Die hochempfindlichen Sensoren (Transducer) der Maschine nehmen diese Vibrationen auf und wandeln sie in elektrische Signale um.
Diese Signale werden in der Steuereinheit mit der Rotationsgeschwindigkeit und der Winkelposition synchronisiert. So berechnet die Software exakt, wie viel Masse (z. B. in Gramm) an welcher Stelle (in Grad) korrigiert werden muss. Der Anwender hat dann zwei Möglichkeiten zur Kompensation:
- Masse hinzufügen: Durch Aufschweißen, Kleben oder Verschrauben von Ausgleichsgewichten gegenüber der schweren Stelle.
- Materialabtrag: Durch gezieltes Bohren, Fräsen oder Schleifen an der Stelle mit dem Massenüberschuss.
Nach der Korrektur erfolgt ein erneuter Messlauf, um sicherzustellen, dass die Vibrationen innerhalb der definierten Toleranzgrenzen liegen. Die fortschrittlichen Softwarelösungen von MBS Balans automatisieren diesen Prozess, wodurch die Auswuchtung nicht nur präziser, sondern auch deutlich schneller und benutzerfreundlicher wird.