Wie funktioniert der Wuchtvorgang in horizontalen Wuchtmaschinen?
Der Prozess in einer horizontalen Wuchtmaschine ist darauf ausgelegt, die realen Betriebsbedingungen von walzen- oder wellenförmigen Bauteilen zu simulieren. Der Ablauf gliedert sich in folgende technische Phasen:
1. Montage und LagerungZunächst wird der Rotor in die Lagerböcke der Maschine eingelegt. Je nach Bauform geschieht dies in Rollenlagern oder Prismenaufnahmen. Bei MBS Balans legen wir großen Wert darauf, dass die Lagerung steif und vibrationsarm ist, um Messfehler durch Eigenresonanzen auszuschließen.
2. Messlauf in zwei EbenenIm Gegensatz zu vertikalen Maschinen werden bei horizontalen Systemen fast immer zwei Korrekturebenen gleichzeitig gemessen. Während der Rotation erfassen hochempfindliche Kraftsensoren (meist piezoelektrische Aufnehmer) die Unwuchtwirkung an beiden Lagerstellen.
3. Datenanalyse und VektorberechnungDie Software (z. B. iBalancer) wandelt die Sinuswellen der Schwingungssensoren in verwertbare Daten um. Der Bediener sieht auf dem Display genau:
- Linke Ebene: Gramm-Angabe und exakter Winkel (0–360°).
- Rechte Ebene: Gramm-Angabe und exakter Winkel (0–360°).
Die Korrektur erfolgt meist durch Massenausgleich. An den markierten Winkelpositionen werden Gewichte hinzugefügt (z. B. durch Aufschweißen) oder Material entfernt (z. B. durch Bohren). Abschließend erfolgt ein Kontrolllauf, um sicherzustellen, dass die Restunwucht die Anforderungen der ISO 21940 erfüllt.
Horizontale Wuchtmaschinen von MBS Balans zeichnen sich durch ihre hohe Flexibilität aus, da der Abstand zwischen den Lagerböcken variabel eingestellt werden kann, um Rotoren unterschiedlichster Längen aufzunehmen.