Warum zeigt die Maschine trotz hinzugefügtem Gewicht weiterhin hohe Unwucht und Winkelabweichung?
Wenn die Maschine trotz hinzugefügter Korrekturmasse weiterhin eine hohe Unwucht und eine Winkelverschiebung anzeigt, weist dies meist darauf hin, dass die Korrektur zwar mengenmäßig korrekt, jedoch an der falschen Position vorgenommen wurde. Unwucht ist nicht nur eine Größe mit einem Betrag, sondern eine vektorielle Größe – sie besitzt also sowohl eine Intensität als auch eine Richtung.
Das bedeutet: Beim Ausgleichen eines Rotors ist nicht nur entscheidend, wie viel Gewicht hinzugefügt wird, sondern auch, an welcher Winkelposition dies geschieht. Wird das berechnete Gewicht auch nur um wenige Grad versetzt angebracht, kann die vorhandene Unwucht nicht vollständig kompensiert werden. Stattdessen entsteht eine neue resultierende Unwucht. Infolgedessen berechnet die Maschine die Unwuchtgröße und den Winkel neu, wodurch sich das Messergebnis im Vergleich zur ersten Messung verändert.
Zur Lösung dieses Problems sollten Sie sich nach dem ersten Korrekturschritt stets an der erneuten Messung der Maschine orientieren. MBS Balans Maschinen ermitteln die verbleibende Restunwucht sowie den neuen Korrekturwinkel äußerst präzise und geben klare Anweisungen für die nächste Korrektur. Auf Grundlage dieser aktualisierten Daten kann eine zweite, exakt positionierte Korrektur durchgeführt werden, um die verbleibende Unwucht zu beseitigen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass das Auswuchten häufig ein schrittweiser, iterativer Prozess ist. Die präzise Positionierung der Korrekturmasse ist dabei der entscheidende Faktor für ein erfolgreiches Ergebnis. Anstatt überhastet zu handeln, sollte man den aktualisierten Messwerten vertrauen und systematisch vorgehen.