Zuverlässiger Service für Auswuchtmaschinen

Als MBS Balance bieten wir Ihnen in jeder Phase zuverlässige Unterstützung rund um unsere Maschinen.

Was ist dynamisches Wuchten?

Dynamisches Wuchten ist ein entscheidender Prozess zur Vermeidung unerwünschter Vibrationen und mechanischer Spannungen in rotierenden Maschinen. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet es, den Massenschwerpunkt eines rotierenden Bauteils exakt mit seiner Drehachse in Übereinstimmung zu bringen. Unregelmäßigkeiten in der Massenverteilung erzeugen bei hohen Drehzahlen Fliehkräfte. Diese Kräfte belasten Lager, Wellen und andere Maschinenelemente übermäßig und können zu schweren Schäden, Energieverlusten und insbesondere zu erhöhtem Betriebsgeräusch führen. Daher ist das dynamische Wuchten unverzichtbar, um die Lebensdauer von Maschinen zu verlängern, die Arbeitssicherheit zu erhöhen und die Effizienz zu maximieren.

Dieser Auswuchtprozess korrigiert nicht nur den Massenschwerpunkt in einer Ebene, sondern beseitigt auch Unwuchten in zwei unterschiedlichen Ebenen. Dadurch werden während der Rotation entstehende Momente und Kräftepaare ausgeglichen, was einen stabileren und ruhigeren Lauf der Maschine gewährleistet. Als MBS Balance führen wir diesen Prozess mit modernsten Wuchtmaschinen präzise durch und tragen so dazu bei, dass die Anlagen unserer Kunden mit maximaler Leistung und minimalem Ausfallrisiko arbeiten. Ein fachgerecht durchgeführtes dynamisches Wuchten reduziert den Verschleiß von Maschinenkomponenten, senkt Wartungskosten und steigert nachhaltig die Produktionsqualität.

Die dynamische Unwucht wird aus ingenieurtechnischer Sicht in drei Komponenten unterteilt: die statische Unwucht (Versatz des Massenschwerpunkts gegenüber der Achse), die Momentenunwucht (Kräftepaar) (Winkelabweichung der Hauptträgheitsachse gegenüber der Drehachse) und die aus beiden resultierende echte dynamische Unwucht. Da die Korrektur in zwei Ebenen diese drei Komponenten in einem Arbeitsgang beseitigt, kommt sie genau dort zum Einsatz, wo bei langen Rotoren das einebenige statische Auswuchten nicht mehr ausreicht.

Restunwucht und Toleranz

Wie präzise ein Rotor ausgewuchtet werden muss, wird durch die G-Güteklassen der Norm ISO 21940-11 (ehemals ISO 1940-1) definiert. Die zulässige spezifische Unwucht wird mit der Formel e_per = (G × 1000) / w berechnet, wobei w die Winkelbetriebsdrehzahl des Rotors ist. Während beispielsweise die Klasse G6.3 für allgemeine Ventilator- und Pumpenrotoren ausreicht, erfordern kritische Bauteile wie die Welle eines Strahltriebwerks weitaus strengere Klassen wie G1 oder sogar G0.4. Mit steigender Betriebsdrehzahl sinkt der zulässige Gramm-Millimeter-Wert für dieselbe G-Klasse; das erklärt, warum das Auswuchten bei hochdrehenden Bauteilen weitaus kritischer ist.

Bei MBS Balance stützen wir unsere dynamischen Auswuchtprozesse auf diese standardisierten Berechnungen und legen für jeden Rotor die Ziel-G-Klasse sowie die Korrekturebenen im Voraus fest, um die Fliehkraft auf ein Niveau zu senken, das die Lebensdauer der Wälzlager nicht gefährdet.